Mittwoch, 15. Oktober 2014

Schadensbegrenzung

Wir alle haben Probleme. 
Bei einem sind sie größer, bei einem anderen eher klein. 
Niemand hat genau die selben. So wie auch keiner von uns gleich ist. 
Jeder hat sich auf die Dauer eine andere Methode gesucht um mit ihnen fertig zu werden. 
Meine ist es, dass ich mich immer weiter von meiner Umgebung abgrenze. 
Zur Schadensbegrenzung. 
Wenn ich mich vollständig in mein Schneckenhaus zurückgezogen habe, 
setzte ich die vielen kleinen Teile, die von mir noch übrig sind wieder zusammen. 
Es werden immer weniger. 
Jeder verändert sich, im Laufe seines Lebens.
So auch ich. 
Und mit jeder Veränderung kommt ein neues Teil dazu. 
Irgendwann bin ich wieder vollständig, aber doch auch unvollständig. 
Denn ein Teil fehlt doch noch. Das Teil ist die Person die ich mal gewesen bin. 
Sie existiert nur noch in alten Geschichten. In der Vergangenheit. 
Einzelne Teile sind zwar noch da, wurden aber vom Wind verweht und in irgendeine Ecke gefegt. 
Aber ein Teil ist auch in dieser neuen Person noch vorhanden. 
Die Erinnerung und der Schmerz. 
Sobald etwas passiert, dass die alte Person verletzt hat, verletzt es auch die Neue. 
Es reist ein Stück mit sich und dann noch eins und noch eins und der ganze Prozess beginnt von Neuem. 

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