Mittwoch, 6. August 2014

Die Welt in der wir leben...

Was ist das für eine Welt in der wir leben? Ich erkenne sie nicht mehr wieder! Vor ein paar Jahren war sie noch ganz in Ordnung, für mich zumindest...
Je mehr ich jetzt die Nachrichten verfolge oder ich mich zu verschiedenen Dingen informiere, egal was ich mache. Die Welt gefällt mir immer weniger.
Wir leben im 21. Jahrhundert, die Technik hat sich in den letzten Jahrzehnten so stark weiterentwickelt, die Menschen verfügen über so viel wissen und doch wissen sie anscheinend nichts damit anzufangen.
In so vielen Ländern herrscht Krieg, eigentlich müsste man doch meinen, dass die Politiker aus der Geschichte, also unserer Vergangenheit gelernt und erkannt haben, dass Krieg nichts bringt und viele Opfer fordert. Aber nein, anstatt alles friedlich in Diskussionen zu klären, schicken sie ihre Soldaten in den Krieg, aus dem zu viele nicht zurückkommen.
Die Medizin ist auch ziemlich weit entwickelt, viele Krankheiten können behandelt werden. Dennoch gibt es noch welche bei denen die Forschung noch vor einem Rätsel steht, wie z.B. Krebs oder Aids. Aber wenn man dann in der Zeitung (z.B. Bild) oder auch im Internet auf Artikel stößt, die besagen, dass die Pharmakonzerne sich nicht weiter mit der Erforschung oder der Herstellung mancher Medikamente beschäftigen, nur weil sie damit nicht genug verdienen. Das nächste sind sie Genpatente! Mit diesen Biopatenten, wie Genpatente auch genannt werden, ist es den Firmen möglich die Preise für Medikamente und Tests selbst festzulegen, egal wie hoch. Die Firma Myriad Genetics (MYGN) aus Salt Lake City, z.B. verlangt für die Tests auf das BRCA1-Gen (auch als Brustkrebsgen 1 bekannt) 3.000 - 4.000 Dollar pro Person! Als ich das gelesen habe, war ich entsetzt! Viele haben gar nicht das nötige Geld für so einen Test. Dabei wäre es so wichtig, sich testen zu lassen, denn je früher man so eine Krankheit wie Krebs erkennt, desto besser sind auch die Heilungschancen.
Auch wenn das hier, gegen den Rest unbedeutend erscheint, will ich das einfach noch loswerden. Durch eine Freundin, die selber schreibt, fand ich die Internetseite iWright, die voraussichtlich 2015 zur Verfügung stehen soll. Mithilfe dieser Seite soll man seinen "eigenen" Roman innerhalb von 3 Tagen fertig haben. Jeder der selbst schon einmal an einer Geschichte gearbeitet hat, weiß, dass man für eine solche, wenn sie gut werden soll (wie es die Internetseite verspricht) definitiv länger als nur drei Tage braucht! Das Ganze soll so funktionieren, dass man seine Idee in 7 Sätze zusammenfasst und dann an diese Seite schickt. Daraufhin erhält man Vorschläge zu den Personen, den Konflikten, der Länge des Romans usw., von denen man sich dann das passende aussuchen kann. Danach "entnimmt" die Website Personen, Handlungen, Dialoge usw. aus verschiedenen Romanen die im Internet zur Verfügung stehen. Weiter kann man auf der Seite lesen, dass man damit zu einem erfolgreichem Autor werden kann. Meine Meinung dazu: Wer nicht ein einziges Wort davon geschrieben hat, hat es nicht im geringsten verdient auch nur als Autor bezeichnet zu werden! Andere sind kreativ und verbringen Stunden, Tage, Wochen, Monate vielleicht sogar Jahre damit zu schreiben und sind vielleicht nicht so erfolgreich, aber sie haben sich den Titel "Autor" wirklich verdient.

Um alles zusammenzufassen, die Welt in der wir leben, ist keine perfekte Welt, sie hat Schwächen, vielleicht zu viele. Ich hoffe das es nicht noch mehr werden, weil dann ist ein Leben in dieser Welt vielleicht irgendwann für mich unvorstellbar.

Das musste ich mir jetzt einfach mal von der Seele schreiben, da es mich schon seit Tagen beschäftigt.

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