Freitag, 29. August 2014

Déjà-vu

Vor ein paar Jahren, hab ich mit dem Schreiben angefangen. Eine Geschichte habe ich mittlerweile so gut wie fertig. Und das nachfolgende ist nun meine neueste Idee, zumindest ein kleiner Ausschnitt davon. Wer auch immer das hier liest kann gerne einen Kommentar da lassen, bin offen für Kritik und Verbesserungsvorschläge. 

Ich sah einen großen Spiegel, schön verziert, wie man ihn in den alten Filmen oder in alten Herrenhäusern sieht. Links von mir befanden sich große Fenster, die Zimmerdecke war sehr hoch und bemalt. Rechts von mir befand sich ein Sofa, vermutlich aus der selben Zeit wie der Spiegel. Es kam mir alles seltsam vertraut vor, auch als ich mich im Spiegel betrachtete war ich nicht überrascht oder verwundert, es kam mir so vor als würde ich mich jeden Tag so sehen. Meine  braunen Haare waren hochgesteckt und mein Kleid… mein Kleid war bodenlang, hatte lange Ärmel, war hellblau und zeigte viel Dekolleté . Als ich es ein wenig anhob, kam ein weißes Unterkleid zum Vorschein. Meine Haut war blas und meine Hände so zart, als hätte ich noch nie etwas anderes mit ihnen gemacht außer Seiten eines Buches umgeblättert, Klavier gespielt oder etwas gestickt. Eben alles was die in den Filmen auch immer machen. Am liebsten würde ich meine Haare aufmachen, um zusehen wie lang sie sind, aber aus irgendeinem Grund wusste ich, dass sie mir bis zur Hüfte gehen würden. Im Spiegel sah ich wie sich die Tür öffnete und ein Mann herein kam. Er trug ebenfalls ein altmodische Klamotten. Ein Lächeln lag auf seinen Lippen. Ich kannte ihn, aber ich wusste nicht woher. Nachdem ich ihn einige Sekunden gemustert hatte, drehte ich mich zu ihm um. Sein Lächeln wurde breiter. „Guten Morgen, Miss Georgiana. Ich habe hier eine kleine Überraschung für euch.“ Georgiana… Meinte er damit mich? Ich wollte schon etwas erwidern aber in seinem Blick lag etwas, was mir Angst einflößte. Sein Gesicht verzog sich zu einer Fratze voller Hass und Abneigung. „Ich hoffe euch wird sie genauso gefallen wie mir…“ Mit diesen Worten zog er eine altmodische Pistole hinter seinem Rücken hervor. Innerhalb von Sekunden zielte er und drückte ab. `Er hat auf mich geschossen`, diese Worte gingen mir durch den Kopf noch bevor ich den Schmerz fühlte. Ich sah an mir hinunter. Mein wunderschönes hellblaues Kleid färbte sich im Bruchteil einer Sekunde rot. Blut quoll unaufhörlich aus der Wunde unterhalb meiner Rippen. Wie mechanisch hielt ich meine Hand darüber. Das Blut schimmerte unnatürlich rot auf meiner blassen Haut. Der Schmerz wurde immer schlimmer. Ich zitterte am ganzen Körper. Nach einigen Sekunden gaben meine Beine schließlich nach. Ich fiel zu Boden und wimmerte wie ein kleines Kind. Er sah herablassend und voller Schadenfreude auf mich hinunter. „Wenn ich dich nicht bekomme, dann bekommt dich keiner!“  Ich flehte ihn an das er mich endlich erschießen sollte, aber er drehte sich um und ging. Jetzt war ich wieder allein und wartete darauf das ich verblutete und der Tod mich von den Schmerzen befreien würde. Plötzlich hörte ich Gelächter. Es schien von überall zu kommen. Und dann auf einmal ein Knall. Direkt vor mir. Ich erschrak, fuhr zusammen und öffnete meine Augen. Das Gelächter wurde lauter. „Guten Morgen Fräulein Winter! Ich hoffe ich habe sie nicht gestört.“ Meine Lehrerin Frau Lange stand vor mir und sah mich gehässig an. Sofort schoss mir eine dumme Antwort durch den Kopf. Aber immer noch benommen von dem Albtraum behielt ich sie für mich. „Nach dem Unterricht bleiben sie hier.“ Mit diesen Worten drehte sie sich um und ging nach vorne zur Tafel, wo sie mit dem Unterricht fortfuhr. 

Fortsetzung folgt....vielleicht...

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